Bali Guide – Pt. 1

Wir sind mit großen Erwartungen nach Bali geflogen – diese wurden leider nicht komplett erfüllt. Also haben wir unsere Pläne dementsprechend angepasst, das Beste aus dem Urlaub dort gemacht und die Zeit dort so richtig genossen!

Ihr Lieben! Nun ist meine Reise auch schon wieder vorbei – zwei Monate Neuseeland und ein Monat Bali liegen hinter mir. Eigentlich wollten mein Freund und ich zwei Monate auf Bali bleiben, aber als wir dort ankamen, entschieden wir nach rund einer Woche, dass ein Monat auch völlig ausreichend ist. Kurzerhand buchten wir unseren Rückflug um, was dank Emirates auch mit wenigen Kosten möglich war.

Dieser Beitrag widmet sich erst einmal nur Canggu – beim Schreiben habe ich gemerkt, dass ich über Canggu genau so viel zu sagen habe, wie über Ubud und Gili Trawangan zusammen. Deshalb wird der Bali-Beitrag geteilt und nächste Woche gibt es dann noch mehr für euch zu lesen!

Ich muss gestehen – viel von der Insel haben wir nicht gesehen, da wir nach zwei Monaten in Neuseeland einfach etwas entspannen wollten und keine Lust auf ständige Ortswechsel hatten. Somit waren wir in Canggu, wo es uns am Besten gefallen hat, gute zwei Wochen, lediglich unterbrochen von einigen Tagen in Ubud und auf Gili Trawangan. Die ersten Tage nach der Ankunft verbrachten wir in der Nähe von Nusa Dua sowie in der Nähe von Canggu – dies ist aber nicht weiter der Rede wert, da es uns dort nicht sonderlich gut gefallen hat, was in der Nähe von Canggu an der Unterkunft sowie an der Umgebung lag und in Nusa Dua lediglich an der Umgebung, in der die Unterkunft gelegen war. Wir trauten uns noch nicht so recht an den ziemlich wilden Straßenverkehr auf Bali heran, weshalb wir leider eher wenig mobil waren. Aber gut, danach ging es ja nach Canggu und ab da wurde es besser.
Leider fühlten wir uns in den Gegenden, wo überwiegend Balinesen leben, etwas deplatziert. Mag sein, dass es dort erst richtig interessant geworden wäre, aber nun gut. Für uns war das quirlige, nicht zu überlaufene Canggu einfach am Ansprechendsten.
Ubud hingegen hat uns nicht sonderlich gut gefallen. Ich hatte leider die verklärte Vorstellung von einem süßen, kleinen Yoga-Örtchen, ich hatte die "Eat, Pray, Love"-Brille auf, generell, was Bali anging. Der Zahn wurde aber recht schnell gezogen, denn so, wie Bali im Internet oder auch in dem Film präsentiert wird, ist es nicht. Nicht in Gänze zumindest. Es gibt schöne Ecken, aber so, wie ich es mir vorgestellt habe, war es leider nicht. Deshalb eben auch nur gute vier Wochen anstelle von zwei Monaten.
Oh und eins noch vorweg zu den unten genannten Cafés – bis auf La Baracca, Betelnut sowie The Shady Shack haben wir nirgends zusammen gegessen, da unsere Gerichte leider immer nicht gemeinsam serviert wurden. Das nur als Hinweis, das scheint dort aber leider irgendwie normal zu sein! Aber: Canggu ist ein absolutes Veganer-Paradies!! Nun endlich zum Wesentlichen!

Hier kommen meine Tipps zum Thema: Where to eat? Where to sleep? What to do?

Where to eat in Canggu?

Betelnut Café

Eins unserer absoluten Lieblingscafés, wo wir sehr, sehr häufig waren! Absolute Smoothie-Favoriten: Berryripe und Nutters. Der Garden-Wrap ist auch sehr lecker, ebenso einige der Bowls. Wer es klimatisiert mag, findet im Erdgeschoss einen Platz, wer gerne mit Ausblick essen möchte, geht ein Stockwerk höher. Dort gibt es auch die tolle Kuchenauswahl zu begutachten, die ich euch sehr ans Herz legen kann!

Mo–So 7–22 Uhr | Jalan Batu Bolong 60, Canggu


Love and Coconuts Café

Ein tolles, kleines Café, wo wir leider nur zweimal waren. Danach hatten wir leider immer etwas Pech mit den Öffnungszeiten, da wir sonntags vor verschlossener Tür standen. Hätten wir uns mal vorher informiert!
Der Chiapudding ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen – dazu gibt es eine gebackene Banane, die einfach klasse schmeckt! Ebenso toll ist die gefüllte Kokosnuss mit diversen Früchten.

Mo–Sa 8–23 Uhr | Jalan Munduk Catu 7, Canggu


The Shady Shack

Große Klasse! Dort waren wir auch nicht nur ein Mal, denn es gibt ja schließlich viel zu probieren! So gab es für uns von Frühstück über Smoothies bis hin zu Burgern, Salaten, diversen Bowls und Kuchen eigentlich so gut wie alles! An einem Tag sagte die eine Kellnerin zum Abschied "See you tomorrow" und lachte. Das war uns dann doch schon etwas unangenehm und wir pausierten lieber mal eine Runde – allerdings dann doch nur einen Tag.

Mo–So 7:30–22 Uhr | Jalan Tanah Barak No. 57, Canggu


La Baracca

Ein toller, kleiner Italiener, der immer gut besucht ist! Wer etwas später am Abend dort essen möchte, sollte vielleicht vorher lieber einen Tisch reservieren.
Hier gibt es neben leckerem Bruschetta, klassischen Pizzen, tollen Pastagerichten auch jede Menge für Veganer – beispielsweise vegane Margharita oder vegan gefüllte Ravioli! Beides ausprobiert, beides unheimlich lecker! Dazu ein frischer Wassermelonensaft oder ein San Miguel und der Abend ist perfekt! Leider waren wir immer erst im Dunkeln dort, so dass ich keine vernünftigen Bilder für euch habe. Aber seid euch sicher: Es lohnt sich!
Mo–So 11–23:30 Uhr | Jalan Tanah Barak No. 55A, Canggu


Eisladen Paletas Wey

Den tollen Eisladen haben wir leider viel zu spät entdeckt! Dort gibt es ausgefallene Popsicles wie Oreo, Wassermelone, Banane-Nutella, Limette, grüner Tee, und und und! Unbedingt hin da!
Mo–So 11–23 Uhr | Jalan Pantai Batu Bolong no. 89X, Canggu


The Lawn

Herrlich, um den Tag ausklingen zu lassen! Ab 18 Uhr wird dort meist Live-Musik gespielt, leider nur bis 20 Uhr. Man sitzt unter Lichterketten, wunderschönen weißen Schirmen, auf kleinen Kissen auf dem Boden. Wer möchte, kann auch im Ess-Bereich an einem Tisch sitzen, wir waren aber immer nur für das ein oder andere Getränk dort. Man hat von dort auch einen direkten Zugang zum Strand, außerdem gibt es dort auch einen Pool und sog. Liegewiesen, auf denen man es sich gemütlich machen kann. Probiert unbedingt mal die Cocktails, die waren wirklich gut (vor allem der Mango-Chili-Cocktail!). Zum Essen dort kann ich leider nichts sagen, aber das, was wir gesehen haben, sah auf jeden Fall immer sehr gut aus!
Mo–So ab 11 Uhr | Jalan Pura Dalem, Canggu


Weitere Cafés und Restaurants

Wir waren ja eine recht lange Zeit in Canggu und haben in der Zeit auch noch weitere Cafés ausprobiert, die uns aber letztendlich nicht so zugesagt haben. Das Organic Café war eigentlich ganz gut, das Essen lecker, das Mobiliar total schön. Aber die Portionen waren zu klein und der Preis dafür zu hoch – da sind wir dann doch lieber woanders hingegangen. Im Montagu haben wir, da es immer recht einladend aussieht und auch meist ganz gut besucht war, Sandwiches bestellt. Abgesehen davon, dass es ewig gedauert hat, waren die Sandwiches unheimlich wabbelig, es schmeckte alles gleich und sonderlich gut ging es uns danach auch nicht. Da waren wir also nicht noch mal! Im Monsieur Spoon bekam ich einen schlechten Smoothie serviert – die Drachenfrucht war offensichtlich nicht mehr gut, der ging direkt zurück. Auch war mein Wrap nicht lecker, er verursachte sogar Bauchweh. Der Kiwi-Smoothie sah zwar schön aus, war aber unheimlich sauer und schmeckte leider auch nicht. Schade! Das Gypsy Café, welches total schön eingerichtet ist, bietet leider nur recht kleine Portionen an, welche für die Größe eben auch einfach zu teuer sind. Mein Freund hatte ein Frühstück, bei dem die gebratenen Pilze kalt und die Avocado unreif und hart war. Das hatten wir besser erwartet, nunja! Im Avocado Café, welches jetzt Motion Café heißt, haben wir leider ewig auf unser Essen warten müssen. Der Proteinsmoothie war staubig, da das Pulver nicht richtig aufgelöst war und meine grüne Smoothiebowl schmeckte nach nichts, war also eher so mittelmäßig.


Where to sleep in Canggu

Vassani Stay

Was für eine schöne Unterkunft! Polierter Beton, blau-weiße Stoffe, Balkon, wunderschöner Pool und ruhiger Innenhof – uns hat es dort sehr gut gefallen! Direkt nebenan ist das Chillax und das Love and Coconuts Café, zum Shady Shack und La Baracca sind es auch nicht mal 5 Gehminuten! Hier haben wir uns richtig, richtig wohl gefühlt, was wohl auch an den netten Besitzern und den tollen Angestellten lag! Vor Ort kann man auch direkt einen Roller mieten – wir hatten den von Deniz, dem Besitzer, mit dem wir uns sehr sicher gefühlt haben! Absolut empfehlenswert!

Jalan Munduk Catu, Canggu


Canggu Beach Appartments

Ich kann gar nicht sagen, welche Unterkunft uns in Canggu am Besten gefallen hat, da sie alle unterschiedlich waren! Vom Stil her würde ich mich wohl so einrichten wie im Canggu Beach Appartments, das war total etwas für mich. Der sanduhrförmige Pool war wunderbar kühl, die Liegemöglichkeiten drumherum sehr gemütlich. Wer längere Zeit in Canggu bleibt, der ist mit dieser Unterkunft gut beraten, da man dort auch eine eigene Küche hat, in der man Kochen kann. Auch toll: der eigene Wasserspender!

Jalan Raya Batubolong 89, Canggu


Aston Canggu Beach Resort

– Reklame –

Ein wirklich tolles Hotel! Wir waren zweimal dort, einmal im zweiten Stock und einmal im Erdgeschoss, wo wir einen traumhaft schönen Zugang zur "Lagune" hatten. Herrlich, um sich ein wenig die Beine abzukühlen!
Das Hotel hat ein sehr großes Frühstücksbuffett, was wirklich klasse ist, da wird eigentlich jeder fündig! Man frühstückt auf der Dachterasse mit Blick auf Meer und Strand. Auch kann man dort im Pool schwimmen, den Tag in der Sonne genießen oder das leckere Essen das UpZcale Restaurants genießen, welches zum Hotel gehört.
Wir wurden beim zweiten Besuch in dem Hotel netterweise an unserem letzten Abend dort zum Essen eingeladen und was soll ich sagen – ärgerlich, dass wir dort noch nicht vorher gegessen haben!
Es gab für uns frisch gepresste Säfte, Carrot-Orange (schmeckte sehr gesund und lecker, besonders erfrischend auch durch den Ingwer) sowie Healthy Berry (man schmeckte ganz intensiv die schwarzen Johannisbeeren heraus, was super lecker war). Dazu gab es die unheimlich knusprigen Curly Fries mit Ketchup und scharfer Soße.

Als Vorspeise hatten wir dann den Rucolasalat mit einem Avocadobrot. So gut! Der Salat war vegan, weshalb ich dort auch ziemlich zuschlug, da das Dressing so gut war. Das Avocadobrot war auch sehr lecker, für mich dann eben ein Stück ohne Schafskäse!

Als Hauptspeise gab es einen Quinoa-Spargelsalat – nachdem die tierischen Produkte herausgepickt wurden, mein Freund freute sich, denn so gab es mehr für ihn – schmeckte der Salat trotzdem sehr, sehr gut. Wunderbar fruchtig, da mit Orangensaft und -schale gearbeitet wurde, was sommerlich schmeckte.

Als Nachspeise bekamen wir dann ein Blueberry Semifreddo mit Mangopüree und Früchten serviert. War das lecker!

Wer also Lust auf ein schönes Hotel hat, ist mit dem Aston Beach Resort gut beraten – man hat es zudem auch nicht weit zum Strand und das Personal ist sehr, sehr hilfsbereit und freundlich.

Jalan Pantai Batu Bolong No. 99, Canggu


What to do in and around Canggu

Tanah Lot Tempel

An einem Tag machten wir einen Ausflug mit dem gemieteten Roller zum Tanah Lot Tempel. Leider waren wir nicht zu der Zeit dort, wo man zum Tempel hätte gehen können, dafür hätte es Ebbe benötigt. Aber auch so war es ein wirklich schöner Anblick! Leider ist es dort sehr voll mit Touristen sowie diversen Ständen für Souveniers.

Mo–So 7–19 Uhr | Beraban, Kediri, Tabanan Regency


Chillax

Entspannung gefällig? Hier hatten wir ganz wunderbare Deep-Tissue-Massagen und ich habe mir noch eine Mani- und Pediküre gegönnt. Angemessene Preise, unheimlich nette Angestellte, ein rundum schöner Spa!
Mo–So 9–20 Uhr | Jalan Munduk Catu 4, Canggu


Sonnenuntergang

Der Strand in Canggu ist nicht der Schönste, aber zum in der Sonne liegen reicht er allemal. Zum Baden ist das Meer dort leider nicht sonderlich geeignet, für Surfer ist es aber geradezu ideal! Für alle Nicht-Surfer: Man kann dort wunderbar spazieren gehen, den Surfern beim Wellenritt zusehen, ein Bier bei Live-Musik genießen oder den Sonnenuntergang betrachten. Einfach herrlich!

Jalan Pantai Batu Bolong, Canggu


Canggu – die andere Seite der Medaille

Nun – sobald man seinen Blick einmal von all den tollen, hippen Cafés abwendet und genauer hinsieht, springt einem leider an jeder Ecke die Armut entgegen. Bauern, die bei absoluter Hitze und brennender Sonne ihren Reis anpflanzen, während man selbst genüsslich seinen gekühlten Wassermelonensaft trinkt. Unendlich viele Straßenhunde, die im Müll auf der Suche nach Futter sind, während man selbst mit vollem Bauch am Pool in der Sonne liegt. Eingesperrte Hähne, je einer pro winzigem Käfig, die den ganzen Tag in der Sonne stehen.

Überall Müll und viel zu viel Plastik. Das Schlimmste, was ich auf der Reise gesehen habe, waren Schweine, welche lebendig eingerollt in Drahtrollen und übereinander gestapelt, auf einem winzig kleinen Laster transportiert wurden. Von solchen Dingen liest oder hört man nur selten, wenn man sich über Bali informiert. Aber auch das ist Bali. Vor dem Flug habe ich noch zu meinem Freund gesagt, dass ich bloß keine Welpen finden möchte. Tja, es war wohl Schicksal – natürlich haben wir Welpen gefunden, undzwar in Canggu. Am liebsten hätte ich sie alle drei mitgenommen, aber immerhin – sie haben eine Mutter, die sich auch oftmals hat blicken lassen und in der Zeit, in der wir vor Ort waren, haben wir auch laufend nach den Hunden gesehen, sie mit Wasser versorgt sowie BAWA, das ist eine auf Bali tätige Tierschutzorganisation, informiert. Ein Glück wurden die Hunde von Mal zu Mal kräftiger, so dass wir sie dann doch mit einem recht guten Gefühl dort zurücklassen konnten.

Aber all das sollte einen nicht von einer Reise nach Indonesien abhalten. Es sollte einem lediglich bewusst sein, dass Bali eben nicht nur wie die Fotos bei Google oder Instagram aussieht.
Nächste Woche habe ich für alle Bali-Interessierten dann noch meine Tipps für Ubud und Gili Trawangan – mit noch mehr tollen Bildern und endlich einem Strand, wie ich ihn mir von ganz Bali erträumt hatte!

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Genießt den Sonntag!
Herzallerliebste Grüße, Marieke

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